
Was ist das Kernprodukt von Raumklima360?
Raumklima360 ist eine wassergeführte Deckenheizung und Deckenkühlung im Trockenbausystem. Vorgefertigte Gipsfaser-Modulplatten tragen rückseitig integrierte Rohre. Über diese Rohre wird Wasser geführt, das im Winter Wärme an die Decke abgibt und im Sommer Wärme aus der Decke aufnimmt. Die sichtbare Raumseite kann als geschlossene, fertig beschichtete Oberfläche ausgeführt werden. Heizkörper oder ein Ventilator in dieser Deckenfläche sind dafür nicht erforderlich. Die notwendige Anlagentechnik liegt außerhalb der sichtbaren Oberfläche und muss zum Gebäude passen.
Im Fertighaus wird die Lösung werkseitig in die Decke integriert. Das bedeutet nicht, dass jede technische und handwerkliche Leistung automatisch enthalten ist. Werkseinbau, anlagenseitiger Anschluss, Oberflächenfinish und Inbetriebnahme werden im Angebot voneinander abgegrenzt. Für Bauherren macht diese Trennung sichtbar, was tatsächlich beauftragt wird. Für Haushersteller und Fachplaner schafft sie eine Grundlage, um Schnittstellen früh abzustimmen. Die folgende Erklärung stellt deshalb nicht nur Vorteile, sondern auch Voraussetzungen und Grenzen der Deckenanwendung dar.
Wie heizt eine Decke?
Warmes Wasser temperiert die aktive Deckenfläche. Zwischen dieser Oberfläche, den kühleren Flächen des Raums und Personen findet Wärmeaustausch statt. Im Heizbetrieb erfolgt die Wärmeübertragung überwiegend durch Wärmestrahlung. Dafür muss kein warmer Luftstrom von oben nach unten geblasen werden. Die umgebenden Oberflächen und ihre Temperaturen beeinflussen das thermische Empfinden ebenso wie die Raumluft. Eine sorgfältige Auslegung betrachtet daher den Raum als Ganzes und nicht allein die Anzeige eines Lufttemperaturfühlers.
Der Einwand „Warme Luft steigt auf“ beschreibt eine Luftbewegung durch unterschiedliche Dichte. Er widerlegt nicht die Wärmeübertragung durch Strahlung, denn diese ist von jener Luftbewegung unabhängig. Gleichzeitig ist die Decke keine elektrische Direktheizung: Das Wasser transportiert die Energie aus einer externen Wärmequelle. Eine Wärmepumpe kann diese Aufgabe übernehmen, wenn die Anlage dafür ausgelegt ist. Die großflächige Wärmeabgabe ermöglicht niedrige Systemtemperaturen; wie niedrig sie im konkreten Haus sein können, hängt von Heizlast und aktiver Fläche ab.
Niedrige Heizwassertemperaturen passen zum Wärmepumpenkonzept. Daraus folgt aber keine pauschale Einsparquote. Dämmstandard, Wärmequelle, hydraulischer Abgleich, Regelung und Nutzung wirken gemeinsam auf den Betrieb. Auch ein gut geeignetes Flächensystem ersetzt keine passende Auslegung des Wärmeerzeugers. Grundlage dieser Funktionsbeschreibung sind die technischen Quellgruppen „Heizen über die Decke“, „Niedertemperatur und Effizienz“ sowie „Wärmeübertragung“ des Systemlieferanten, dokumentiert in der Systeminformation, Stand 09/2026. Die Quellen werden im Redaktionsbereich eingeordnet.
Wie kühlt dieselbe Decke im Sommer?
Im Kühlbetrieb zirkuliert gekühltes Wasser durch dieselben aktiven Module. Die gegenüber dem Raum kühlere Deckenfläche nimmt Wärme auf und führt sie über den Wasserkreislauf ab. Es entsteht kein Kaltluftstrahl aus der Decke. Die Kühlwirkung hängt unter anderem von Sonneneinstrahlung, Verschattung, inneren Wärmelasten, verfügbarer Fläche und Betriebszeiten ab. Große Fensterflächen ohne wirksamen Sonnenschutz können die Aufgabe erheblich erschweren. Eine Kühlfläche ersetzt deshalb kein sommerliches Wärmeschutzkonzept des Gebäudes.
Ein typischer Kühlwasserbereich liegt bei 16–20 °C, ausdrücklich nicht als feste Betriebsvorgabe und nur bei geeignetem Taupunktschutz (Systemdaten lt. Herstellerunterlagen des Systemlieferanten (Planung & Montage ModulDecke, 06/2026), Stand 09/2026). Die tatsächlich zulässige Wassertemperatur wird an die Feuchtebedingungen angepasst. Sinkt die Oberflächentemperatur unter den Taupunkt der umgebenden Luft, kann Kondensat entstehen. Die Regelung muss die Kühlung deshalb bei Kondensationsgefahr begrenzen oder unterbrechen. Auch Rohre und weitere kalte Anlagenteile müssen in das Feuchteschutzkonzept einbezogen werden.
Kühlen ersetzt weder Lüften noch Entfeuchten. Die Decke tauscht Wärme aus, beseitigt aber keine Feuchte aus der Raumluft und führt keine verbrauchte Luft ab. Bei hoher Feuchte kann die zulässige Kühlleistung sinken. Die erreichbare Raumtemperatur ist projektabhängig; eine feste Temperaturabsenkung wird nicht zugesagt. Für die Planung ist wichtiger, die zulässigen Betriebsbedingungen und die verbleibenden Wärmelasten zu kennen, als einen einzelnen Leistungswert ohne Kontext zu vergleichen.
Wie ist das System aufgebaut?
Der Aufbau beginnt mit der Rohdecke als tragendem Untergrund. Daran wird eine geeignete Unterkonstruktion aus Holz oder Metall befestigt. Sie trägt die aktiven Modulplatten mit den rückseitigen Heiz- und Kühlrohren. Zur Raumseite folgen Fugenbearbeitung und die vereinbarte Beschichtung. Diese Ebenen haben unterschiedliche Aufgaben: Tragwerk und Befestigung sichern die Lastabtragung, die Module übertragen Wärme, und das Finish bildet die sichtbare Oberfläche. Das Schema zeigt diese Aufgaben getrennt, nicht die tatsächlichen Abstände eines Bauprojekts.
Die Modulplatte ist 18 mm stark; das ist ausschließlich die Gipsfaser-Plattendicke und nicht die Gesamtabhängung (Systemdaten lt. Herstellerunterlagen des Systemlieferanten (Planung & Montage ModulDecke, 06/2026), Stand 09/2026). Für den vollständigen Deckenaufbau müssen Unterkonstruktion, Hohlraum, Leitungsführung, Einbauten und gegebenenfalls zusätzliche bauphysikalische Schichten berücksichtigt werden. Eine pauschale Aussage zur verlorenen Raumhöhe wäre deshalb irreführend. Im Neubau kann der notwendige Raum früh mitgeplant werden; bei vorhandenen Gebäuden sind die verfügbaren Höhen und Anschlussdetails zuerst zu prüfen.
Leuchten, Rauchmelder, Revisionsmöglichkeiten und andere Einbauten gehören vor der Montage in den Deckenplan. Zusatzlasten werden gesondert bemessen und dürfen nicht ohne Prüfung an der Modulplatte befestigt werden. Auch nach der Übergabe gilt: Bohrungen nur nach Prüfung der Rohrlage. Eine dokumentierte Belegung erleichtert spätere Änderungen und vermeidet, dass eine vermeintlich freie Stelle als sichere Befestigungszone missverstanden wird. Montage und Ausführung bleiben Aufgaben entsprechend qualifizierter Fachbetriebe nach aktuellen Unterlagen.

Welche Kennwerte gelten?
Die folgende Tabelle unterscheidet Materialangaben und Leistungsbeispiele. Die Heiz- und Kühlwerte beziehen sich ausschließlich auf aktive Fläche, nicht auf die gesamte Wohnfläche oder automatisch auf die vollständige Decke. Nicht belegte Randbereiche und ausgesparte Einbauten leisten keinen identischen Beitrag. Auch abweichende Temperaturen oder Rohrabstände verändern die nutzbare Leistung. Die Werte dienen der nachvollziehbaren Einordnung des Systems und sind keine objektspezifische Leistungszusage.
| Merkmal | Wert, Randbedingung und Quelle |
|---|---|
| Modulplatte | 18 mm Gipsfaser; nur Plattendicke, nicht gesamte Deckenabhängung. Systemdaten lt. Herstellerunterlagen des Systemlieferanten (Planung & Montage ModulDecke, 06/2026), Stand 09/2026. |
| Plattengewicht | 20,5 kg/m² Platte; Unterkonstruktion, Hohlraum und Zusatzlasten gesondert prüfen. Systemdaten lt. Herstellerunterlagen des Systemlieferanten (Planung & Montage ModulDecke, 06/2026), Stand 09/2026. |
| Integriertes Rohr | Alu-Mehrschicht-Verbundrohr 11,6 × 1,5 mm; Rohr in der Plattenrückseite. Systemdaten lt. Herstellerunterlagen des Systemlieferanten (Planung & Montage ModulDecke, 06/2026), Stand 09/2026. |
| Zuleitung | Vorisoliertes Rohr 16 × 2 mm; Dimensionierung des Gesamtnetzes projektbezogen. Systemdaten lt. Herstellerunterlagen des Systemlieferanten (Planung & Montage ModulDecke, 06/2026), Stand 09/2026. |
| Unterkonstruktion | Holz oder Metall; Tragfähigkeit und Befestigung projektbezogen bemessen. Systemdaten lt. Herstellerunterlagen des Systemlieferanten (Planung & Montage ModulDecke, 06/2026), Stand 09/2026. |
| Heizbeispiel | 68 W/m² aktive Fläche bei 35/30 °C Vorlauf/Rücklauf, 20 °C Raumtemperatur, 75 mm Rohrabstand und 2,5–3,5 m Raumhöhe. Systemdaten lt. Herstellerunterlagen des Systemlieferanten (Planung & Montage ModulDecke, 06/2026), Stand 09/2026. |
| Kühlbeispiel | Ca. 60 W/m² aktive Fläche bei 16/20 °C Vorlauf/Rücklauf, 26 °C Raumtemperatur, 75 mm Rohrabstand und eingehaltenem Taupunktschutz. Systemdaten lt. Herstellerunterlagen des Systemlieferanten (Planung & Montage ModulDecke, 06/2026), Stand 09/2026. |
Wie rechne ich das für meinen Raum?
Eigene Modellrechnung, keine Auslegung: 20 m² aktive Fläche × 68 W/m² = 1,36 kW Heizleistung, ausschließlich mit dem Heizbeispiel bei 35/30 °C Vorlauf/Rücklauf, 20 °C Raumtemperatur, 75 mm Rohrabstand und 2,5–3,5 m Raumhöhe (Systemdaten lt. Herstellerunterlagen des Systemlieferanten (Planung & Montage ModulDecke, 06/2026), Stand 09/2026). Ob das für einen Raum reicht, zeigt seine Heizlastberechnung. Die angesetzte aktive Fläche ist hier eine Modellannahme, keine typische Ausstattung eines bestimmten Hauses. Die Rechnung darf daher nicht auf Grundlage der Wohnfläche allein übernommen werden.
Für eine belastbare Auslegung wird zunächst die Heizlast des Raums ermittelt. Danach wird geprüft, welche Deckenbereiche tatsächlich aktiv belegt werden können und welche Systemtemperaturen vorgesehen sind. Erst aus diesen Informationen ergibt sich, ob die Fläche den Bedarf deckt oder zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind. Für den Sommer werden Wärmeeinträge, Verschattung und zulässige Kühlbedingungen getrennt betrachtet. Heizlast und Kühllast sind unterschiedliche Aufgaben; ein passendes Heizkonzept ist noch kein Nachweis eines passenden Kühlkonzepts.
Der Kühllast-Rechner unterstützt eine erste Orientierung, ersetzt aber keine Fachplanung. Der Taupunkt-Rechner macht den Zusammenhang von Lufttemperatur und relativer Feuchte verständlich. Ein einzelnes Rechenergebnis ersetzt weder eine geeignete Sensorik noch eine funktionsfähige Schutzregelung. Für ein Angebot sind Grundriss, Raumnutzung, Gebäudehülle und Informationen zur Wärme- beziehungsweise Kältequelle hilfreicher als eine isolierte Quadratmeterangabe.
Was gehört zur Anlagentechnik?
Die Deckenfläche ist ein Teil der Anlage. Eine Wärme- beziehungsweise Kältequelle versorgt den Heiz- und Kühlkreisverteiler; von dort werden die aktiven Deckenflächen angebunden. Raumregelung und Taupunktschutz bestimmen, wann und unter welchen Bedingungen die Flächen betrieben werden. Die Hydraulik muss zu den vorgesehenen Betriebsarten passen. Erforderliche Komponenten, Regelzonen und Schnittstellen werden deshalb gemeinsam geplant und nicht erst nach dem Einbau der sichtbaren Deckenoberfläche ergänzt.
Aktive Kühlung nutzt einen Verdichter zur Kältebereitstellung. Passive Kühlung kann geeignete Erd- oder Grundwasserquellen nutzen, setzt aber ebenfalls passende Anlagentechnik voraus. Nicht jedes Gerät und nicht jede Wärmequelle unterstützt jede Betriebsart. Gerätefreigaben, Hydraulik und Regelung müssen zusammenpassen. Die Decke allein entscheidet daher nicht darüber, ob ein Haus aktiv oder passiv kühlen kann. Technische Grundlage: Systeminformation, Quellgruppe „Kühlen und Kältequelle“, Stand 09/2026.
Wichtig: Ein Heizanschluss allein stellt keine Kühlfunktion bereit. Welche Geräte, Regelungen und Leistungen enthalten sind, legt das konkrete Angebot fest. Werkseinbau und Anschluss sind getrennte Leistungsbestandteile. Der anlagenseitige Anschluss ist nur bei beauftragter Heizungs- und Sanitärdienstleistung enthalten; maßgeblich sind Angebot und Bau- und Leistungsbeschreibung.
Glatt oder akustisch wirksam?
Eine geschlossene Oberfläche fügt sich als ruhige Deckenansicht in das Raumkonzept ein. Alternativ kann eine Akustikausführung geplant werden. Dabei wirken eine perforierte Platte, Akustikvlies und der vorgesehene Hohlraum zusammen. Dieser Gesamtaufbau kann den Nachhall im Raum reduzieren. Wie deutlich die Wirkung ausfällt, hängt von der tatsächlich belegten Fläche, dem Raum und seinen übrigen Oberflächen ab. Aus der sichtbaren Lochung allein lässt sich keine belastbare raumakustische Aussage ableiten.
Die Akustikvariante ist eine Option und keine automatische Inklusivleistung. Sie muss gesondert geplant und vereinbart werden. Raumakustik innerhalb eines Raums ist außerdem nicht gleichbedeutend mit Schallschutz zwischen benachbarten Räumen. Für Brandschutz und Akustik zählt jeweils der nachgewiesene Gesamtaufbau einschließlich seiner Details. Einzelne Materialeigenschaften oder Herstellerprüfungen werden hier nicht als eigene Zertifizierung von Raumklima360 dargestellt. Grundlage: Systeminformation, Quellgruppe „Option Akustik“, Stand 09/2026.
Wie ergänzen Wand, Boden und Lüftung die Decke?
Die Decke steht im Mittelpunkt dieser Produktbeschreibung. Wand- und Bodenflächen können im Gesamtkonzept ergänzend betrachtet werden, sind aber eigenständig auszulegen. Die Deckenkennwerte dürfen nicht ungeprüft auf andere Flächen übertragen werden. Eine Lüftung übernimmt den Luftaustausch als getrennte Aufgabe und ersetzt weder automatisch eine Kühlquelle noch eine Entfeuchtung. Ob und wie diese Funktionen kombiniert werden, ergibt sich aus den Anforderungen des Gebäudes und dem beauftragten Umfang.
Die Vorbereitung betrifft spätere Ausbauschritte und deren Schnittstellen. Das Lüftungskonzept behandelt den gesonderten Luftaustausch. Die Bestandslösung beginnt mit der Prüfung vorhandener Konstruktionen und Anlagen. Diese Erweiterungen sind keine stillschweigend enthaltenen Leistungen der Deckenlösung. Für den Werkseinbau erläutert die Seite Raumklima360 im Fertighaus die Abstimmung zwischen Hausfertigung und anlagenseitigem Anschluss.
Welche Fragen sind vor der Entscheidung wichtig?
Ist das eine Infrarotheizung?
Nein, nicht im üblichen Sinn einer elektrischen Infrarot-Direktheizung. Raumklima360 nutzt Wasser als Wärmeträger. Die temperierte Oberfläche tauscht Wärme durch Strahlung mit dem Raum aus; daraus wird jedoch keine elektrische Direktheizung. Welche Wärmequelle die Anlage versorgt, wird gesondert geplant.
Wird die Decke kalt und tropft?
Die Decke wird zum Kühlen gegenüber dem Raum temperiert, darf aber nicht unter den maßgeblichen Taupunkt gelangen. Raumregelung und Taupunktschutz müssen die Kühlung bei Kondensationsgefahr begrenzen oder unterbrechen. Hohe Luftfeuchte kann deshalb die nutzbare Leistung verringern; Feuchteschutz hat Vorrang vor einem Temperaturwunsch.
Kann ich Lampen in die Decke bohren?
Nur nach Prüfung der Rohrlage und der zulässigen Befestigung. Leuchten, Auslässe und zusätzliche Lasten gehören bereits in die Planung. Eine freie Stelle auf der sichtbaren Oberfläche ist kein Nachweis für eine rohrfreie Zone. Bewahren Sie die Ausführungsunterlagen auf und stimmen Sie spätere Änderungen mit dem Fachbetrieb ab.
Brauche ich trotzdem eine Lüftung?
Ja, Lüften bleibt erforderlich: Die Deckenfläche führt weder verbrauchte Raumluft ab noch ersetzt sie eine gesonderte Entfeuchtung. Ob über Fenster oder eine Lüftungsanlage gelüftet wird, ergibt sich aus dem Lüftungskonzept. Bei feuchter Außenluft müssen Lüftung und Kühlbetrieb aufeinander abgestimmt werden.
Was wiegt die Decke?
Das Plattengewicht beträgt 20,5 kg/m² ausschließlich für die Modulplatte; Unterkonstruktion, Beschichtung, Einbauten und weitere Zusatzlasten sind gesondert zu prüfen (Systemdaten lt. Herstellerunterlagen des Systemlieferanten (Planung & Montage ModulDecke, 06/2026), Stand 09/2026). Dieser Wert ist keine pauschale Gesamtlast der fertigen Decke. Tragfähigkeit und Befestigung werden für den tatsächlichen Aufbau nachgewiesen.
Reicht die Deckenfläche zum Heizen?
Das zeigt erst die raumweise Heizlastberechnung zusammen mit der tatsächlich aktiven Fläche und den geplanten Wassertemperaturen. Die Modellrechnung in dieser Systembeschreibung erläutert nur die Multiplikation von Fläche und flächenbezogener Leistung. Sie ersetzt weder die Auslegung noch die Prüfung von Randzonen, Einbauten und erforderlichen Reserven.
Kann meine vorhandene Wärmepumpe auch kühlen?
Nicht jede Anlage stellt eine nutzbare Kühlfunktion bereit. Neben der Wärmequelle sind Freigaben, Hydraulik, Regelung und Taupunktschutz zu prüfen. Ein Heizanschluss allein reicht nicht. Der Wärmepumpen-Check hilft bei der Einordnung; die verbindliche Bewertung erfolgt anhand der konkreten Geräteunterlagen und der Anlagenplanung.
Ist eine Akustikdecke automatisch enthalten?
Nein. Eine perforierte Oberfläche mit Akustikvlies und passendem Hohlraum ist eine gesondert zu planende Option. Die Wirkung hängt vom Gesamtaufbau und der belegten Fläche ab. Aussagen zum Nachhall sind nicht mit einem Nachweis des Schallschutzes zwischen Räumen gleichzusetzen; maßgeblich bleibt der nachgewiesene Aufbau.
Zitierfähige Kurzfassung
Raumklima360 ist eine wassergeführte Deckenheizung und Deckenkühlung aus aktiven Gipsfaser-Modulplatten im Trockenbau. Sie wird im Fertighaus werkseitig integriert. Die Heiz- und Kühlleistung hängt von aktiver Fläche, Systemtemperaturen und Raumzustand ab. Kühlung benötigt geeignete Anlagentechnik und Taupunktschutz; Lüften und Entfeuchten bleiben getrennte Aufgaben. Werkseinbau und Anschluss sind getrennt zu beauftragen.
Quelle: Systeminformation, technische Grundlagen des Systemlieferanten, Stand 09/2026. Herstellertexte eigenständig zusammengefasst; eigene Schemata, keine übernommenen Herstellerabbildungen.
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